Individuelle Förderung

Im Rahmen der Hauptschulinitiative wurde die „Individuelle/Modulare Förderung“ ab dem Schuljahr 2010/11 verpflichtend eingeführt.

Gründe:

  • Heterogenität unserer Schüler, v.a. in den unteren Klassen
  • unterschiedliches Vorwissen
  • verschiedene Stärken und Schwächen
  • unterschiedliches Lern- und Arbeitsverhalten


Es ist sehr schwierig, jedem einzelnen Schüler gerecht zu werden.

Ein differenziertes Lernangebot ist nötig.

Beurteilung des Lernstandes

Wir bemühen uns, die Kinder dort abzuholen, wo sie stehen und ihnen ein unterschiedliches Lernangebot zu unterbreiten. Um den jeweiligen Lern- und Wissenstand der Schüler bei verschiedenen Lehrplanthemen zu bestimmen, bieten sich folgende Möglichkeiten an:

  • genaue Schülerbeobachtungen
  • regelmäßige, unbenotete Leistungsstandmessungen, mit Rückmeldung an Schüler und Eltern
  • individuellen Förderung im Klassenverband an unserer Schule


Zum einen erhalten die Schüler, je nach ihren spezifischen Voraussetzungen, quantitativ und qualitativ immer wieder verschiedene Aufgabenstellungen, die sich auf individuellen Niveaus bearbeiten lassen. Hierzu eignen sich, natürlich neben dem Einsatz in den Übungsphasen des  „normalen“ Unterrichts,  besonders die offenen Unterrichtsformen, wie beispielsweise Phasen der Freiarbeit, Stationenlernen und die Wochenplanarbeit. Auch in der Lesewerkstatt kann ganz individuell Lesefertigkeit und Leseverstehen traininert werden.

Zum anderen arbeiten unsere Schüler in wechselnden Sozialformen. Vor allem das Partner- und Gruppensystem eignet sich gut, denn auch dadurch können Schüler einander helfen und sich intensiv mit den Lernaufgaben auseinander setzen. Daneben wird dabei die uns so wichtige soziale Kompetenz, nämlich miteinander zu arbeiten, sich gegenseitig zu helfen und sich auf andere einzulassen, gefördert. So manch ein guter Schüler wird dabei auch einmal zu einem „Expertenschüler“, der den anderen hilft. Sehr schwache Schüler können aber auch eine eigene homogene Gruppe bilden, die dann vom Lehrer stärker unterstützt wird.

Individuelle Förderung durch Wochenplanarbeit an unserer Schule


Die Schüler erhalten zu Beginn einer Woche einen Plan, auf welchem Aufgaben aus einem Fach (Deutsch/Mathe) aufgelistet sind. Diese Arbeitsaufträge werden in den unteren Klassen noch vom Lehrer vorgegeben („geschlossene“ Wochenplanarbeit) und entweder im Unterricht oder zu Hause bearbeitet.

Wochenplanarbeit ist eine Form des offenen Unterrichts. Die Hilfe des Lehrers wird nur in Anspruch genommen, wenn es unbedingt notwendig ist. Wir Lehrer haben die Rolle des Begleiters und Organisators. Bei der Korrektur der Aufgaben, steht die Selbstkontrolle durch die Schüler im Vordergrund

Neben der erwähnten Selbstkontrolle werden vor allem die Eigenverantwortlichkeit und die Selbstständigkeit gefordert und gefördert. Dies bereitet die Schüler der 5. und 6. Klasse auf das zunehmend selbstständige Arbeiten in den höheren Jahrgangsstufen vor. Sie sollen weitgehend alleine unter der geforderten Sozialform (meist Einzel- oder Partnerarbeit, manchmal auch frei wählbar) die Arbeiten erledigen und sich die vorgegebene Arbeitszeit (Schulstunden, zu Hause) selbst sinnvoll einteilen.

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